easybill WooCommerce im Vergleich 2026 – easybill Connect, Faktur Pro und Devikit

Wer in easybill fakturiert und über WooCommerce verkauft, hat 2026 mehr als einen Weg. easybill kann die Bestellungen selbst aus dem Shop abholen, es gibt Connector-Plugins mit eigenem Cloud-Dienst, und es gibt Plugins, die aus WordPress heraus direkt mit der easybill REST-API sprechen. Die Unterschiede liegen weniger in der Länge der Funktionsliste als in drei Fragen: Wo richten Sie die Anbindung ein, wann entsteht der Beleg, und wer setzt das Kontingent. Unten der Vergleich der Optionen, die wir belegen konnten.
Vergleichstabelle
Preise: Stand August 2026, netto aus den öffentlichen Preislisten. Das easybill-Paket zahlen Sie in jedem Fall separat.
| Kriterium | easybill Connect | Faktur Pro | Devikit FREE | Devikit PRO |
|---|---|---|---|---|
| Kostenlose Version | Kein Plugin – im easybill-Paket enthalten | Free-Tarif mit 10 Rechnungen pro Monat | Ja | Erweiterung der FREE Version |
| Preis pro Jahr | Im easybill-Paket, Import ab Professional | 90 € (Starter) bis 288 € netto (Unlimited) | 0 € | 89,00 € netto |
| Wo Sie einrichten | easybill-Konto | WordPress + faktur.pro | WordPress | WordPress |
| Beleggrenze durch die Integration | Dokumentkontingent des easybill-Pakets | Ja, Rechnungen pro Monat je Tarif | Keine | Keine |
| Weg der Daten | easybill ruft Ihren Shop ab | Über den Faktur-Pro-Dienst | Shop direkt an die easybill REST-API | Shop direkt an die easybill REST-API |
| Rechnung beim Bestellstatus | Import zu bis zu zwei Uhrzeiten am Tag | Ja | Nein, manuell | Ja |
| Manuell aus der Bestellung | Keine Aktion in WordPress | Ja | Ja | Ja |
| USt-IdNr.-Feld im Checkout | Nicht Teil der Anbindung | Liest die Nummer aus anderen Plugins | Ja, klassisch und Blocks | Ja, klassisch und Blocks |
| Gutschriften nach Erstattung | Für WooCommerce nicht automatisch | Ja, Storno bzw. Gutschrift | Nein | Ja, manuell und automatisch |
| E-Rechnung (ZUGFeRD 2.5 / EN 16931) | Über die Dokumenteinstellungen in easybill | Käuferreferenz und Leitweg-ID werden übergeben | Nein | Ja, in easybill erzeugt |
| EU-OSS und Reverse Charge | OSS und Lieferschwellen in easybill | Keine dokumentierte OSS-Logik | Nein | Ja |
| PDF per E-Mail aus dem Shop | Versand aus easybill, nicht aus WooCommerce | Ja | Nein | Ja |
| Massenaktionen in der Bestellliste | Nicht in WordPress | Ja | Nein | Ja, inkl. PDF-ZIP |
| Support | easybill-Support | Faktur-Pro-Support | Kein laufender Support | Devikit-Support |
Eine dauerhaft kostenlose Plugin-Version gibt es bei Devikit als ZIP-Download. Faktur Pro hat ebenfalls einen Free-Tarif, der aber bei 10 Rechnungen im Monat endet. easybill Connect ist kein Plugin, sondern eine Funktion Ihres Buchhaltungspakets – hier zahlen Sie nichts extra, dafür entscheidet der Tarif über den Rest.
Welche Optionen gibt es wirklich
- easybill Connect – die offizielle Anbindung aus dem easybill-Konto, früher Import Manager. Kein Plugin in WordPress, easybill holt die Bestellungen über die WooCommerce REST API ab.
- Faktur Pro (ehemals WooRechnung) – Plugin auf wordpress.org plus eigener Dienst, easybill ist einer von mehreren Rechnungsanbietern.
- Devikit FREE und PRO – eine Produktlinie, die aus WordPress heraus direkt mit der easybill REST-API arbeitet. FREE zum Start, PRO für Automatisierung.
- WooCommerce – EasyBill Connect – ein Connector-Plugin aus dem Marktplatz-Vertrieb, seit Juli 2026 in Version 1.
- Automatisierungsdienste wie Zapier, Make oder Zoho Flow – Bausteine für eigene Abläufe, kein fertiger Rechnungsprozess.
- Reine PDF-Plugins für WooCommerce – erzeugen Belege im Shop, ganz ohne easybill. Anderes Modell, kein Ersatz für die Anbindung.
Einen Punkt sollten Sie vor jeder Entscheidung prüfen: Laut easybill-Preisübersicht ist die offene REST API in den Paketen Free und Starter nicht enthalten und startet bei Professional mit 10 Anfragen pro Minute. Auch die Rechnungserstellung beim Bestellimport, also die Grundlage von easybill Connect, ist erst ab Professional aufgeführt – im Jahrespaket ab 25 € pro Monat, monatlich 39 €. Für alle Wege in diesem Vergleich gilt also: Der easybill-Tarif ist Teil der Rechnung.
easybill Connect aus dem easybill-Konto
In easybill öffnen Sie easybill Connect, suchen WooCommerce in der Shop-Übersicht und tragen Shop-Domain, Consumer Key und Consumer Secret ein. Diese Zugangsdaten erzeugen Sie in WooCommerce unter Einstellungen → Erweitert → REST API. Danach legen Sie fest, welche Bestellstatus importiert werden, ob Ihre Preise netto oder brutto ankommen, welche Zahlungsarten Sie ausschließen und zu welchen Uhrzeiten easybill Ihren Shop abruft. Beim automatischen Import werden die Rechnungen standardmäßig gleich mit erstellt.
Die Stärke dieses Weges liegt außerhalb von WordPress. easybill Connect bringt Versandabwicklung, Lieferscheine, Etikettendruck und die Überwachung der EU-Lieferschwellen inklusive OSS und IOSS mit – und das für alle Kanäle gemeinsam, nicht nur für Ihren Shop. Wer neben WooCommerce noch Amazon, eBay oder Kaufland bedient, bekommt hier einen Prozess statt mehrerer.
Es gibt aber Grenzen, die man kennen sollte. Die Rechnung entsteht nicht im Moment des Statuswechsels, sondern beim Import – laut easybill-Hilfe zu bis zu zwei festgelegten Uhrzeiten am Tag. In WooCommerce selbst gibt es keine Schaltfläche für einen einzelnen Beleg, kein Feld für die USt-IdNr. im Checkout und keine Massenaktion. Und in der Übersicht der Shopsystem-Anbindungen steht bei WooCommerce in den Spalten Retouren/Gutschriften und Tracking-Export ein Strich – automatisch erkannte Erstattungen nennt easybill nur für Shopify. Dazu ein technischer Punkt: easybill empfiehlt in der Anleitung noch die alte WooCommerce-API, die inzwischen aus dem WooCommerce-Core entfernt wurde und ein zusätzliches Legacy-Plugin braucht.
Faktur Pro
Faktur Pro for WooCommerce von ZWEISCHNEIDER ist der bekannteste direkte Wettbewerber und wird laufend gepflegt, das letzte Update stammt vom 27. Juli 2026. easybill ist dort einer von mehreren Anbietern neben Billomat, FastBill, Monsum, lexware, pebe smart und sevDesk. Sie hinterlegen easybill-E-Mail und API-Key im Faktur-Pro-Konto und wählen easybill als Anbieter aus.
Der Funktionsumfang ist ernst zu nehmen: Rechnungen automatisch bei ausgewählten Bestellstatus, auch bei eigenen Status aus Drittanbieter-Plugins, Stornorechnungen beim Stornieren einer Bestellung, Entwurf oder fertige Rechnung, „bezahlt“ abhängig von der Zahlungsart, PDF an bestehende WooCommerce-Mails oder als eigene E-Mail mit Vorlage, Mehrfachaktionen zum Erzeugen und Zurücksetzen von Rechnungen, HPOS-Unterstützung, Käuferreferenz beziehungsweise Leitweg-ID aus den Bestell-Metadaten und Cloud-Upload zu Dropbox, Google Drive, OneDrive oder Box. Aus den vielen Changelog-Einträgen zu Germanized, German Market, EU-VAT-Plugins oder Gutschein-Erweiterungen liest man außerdem eine Menge Praxiserfahrung mit dem deutschen WooCommerce-Ökosystem heraus. Das ist ein echtes Argument.
Zwei Punkte unterscheiden das Modell grundlegend von einem reinen Plugin. Erstens läuft die Rechnungserstellung über den Faktur-Pro-Dienst, der anschließend per Webhook in Ihren Shop zurückmeldet – Sie brauchen also ein Konto bei faktur.pro, zusätzlich zu easybill. Zweitens hängt die Zahl der Belege am Tarif: 10 Rechnungen im Monat sind kostenlos, Starter kostet 90 € netto im Jahr für 100 Rechnungen monatlich, Business 15 € netto im Monat oder 144 € netto im Jahr für 350 Rechnungen, Unlimited 30 € netto im Monat oder 288 € netto im Jahr ohne Limit (Preisliste). Ist das Kontingent aufgebraucht, entstehen laut Anbieter keine weiteren Rechnungen, bis Sie upgraden oder ein Rechnungspaket nachkaufen. Ein eigenes USt-IdNr.-Feld im Checkout bringt Faktur Pro nicht mit, es liest die Nummer aus anderen Plugins oder aus einem konfigurierten Meta-Feld.
WooCommerce – EasyBill Connect
Seit Juli 2026 gibt es WooCommerce – EasyBill Connect, ein Connector-Plugin, das ebenfalls direkt die easybill REST-API nutzt. Es erzeugt bei einem gewählten Bestellstatus eine Rechnung, legt den Kunden an und verknüpft ihn mit der easybill-Kundennummer, lädt das PDF an die Bestellung, hängt es an die WooCommerce-Kundenmail und bietet eine Wiederholaktion, die keine Dubletten erzeugt. Voraussetzung sind WordPress 6.9, WooCommerce 8.0 und ein easybill-API-Key.
Der Anbieter schreibt zur Version 1 selbst, dass EU-OSS sowie Gutschriften und Stornos erst für eine künftige Version geplant sind. Ein Feld für die USt-IdNr. im Checkout, Massenaktionen oder E-Rechnung sind in der Beschreibung nicht aufgeführt. Vertrieben wird das Plugin über Marktplatz-Listings, dort mit einem Einmalpreis von 45 US-Dollar; einen Eintrag auf wordpress.org und damit öffentliche Installationszahlen gibt es nicht. Für einen Shop, der genau diesen einen Ablauf braucht, kann das reichen – als Grundlage für Steuerlogik und Retouren ist es nach Herstellerangaben noch zu früh.
Devikit FREE und PRO
Die FREE Version deckt den manuellen Ablauf ab: Rechnung aus der Bestellbearbeitung anstoßen, Kunden in easybill anlegen oder aktualisieren, USt-IdNr.-Feld im klassischen Checkout und im Blocks-Checkout, Steuer-Mapping für netto, brutto und steuerfrei samt Kleinunternehmerregelung nach §19 UStG und Drittland, Beleg als Entwurf oder fertiggestellt, PDF-Download im Admin und unter Mein Konto, Verbindungstest und Protokolle, HPOS. Keine Automatisierung, keine Gutschriften, keine PDF-Mails, kein laufender Support – dafür ohne Zeitlimit und ohne Konto bei Devikit.
PRO kostet 89,00 € netto / Jahr und wird auf die laufende FREE Version aufgespielt. Dazu kommen automatische Rechnungen bei ausgewählten Bestellstatus, Gutschriften manuell und automatisch nach WooCommerce-Erstattungen, E-Rechnung als ZUGFeRD 2.5 nach EN 16931, EU-OSS für B2C und die Kennzeichnung innergemeinschaftlicher Lieferungen mit Reverse Charge, Einleitungs- und Abschlusstext mit Bestellvariablen, automatisches Als-bezahlt-markieren, PDF-Versand per E-Mail sowie Massenaktionen mit PDF-ZIP-Download. Die Dokumentation ist an den Stellen deutlich, an denen es klemmen kann: E-Rechnung und OSS lassen sich nicht kombinieren, und für ZUGFeRD müssen in easybill vollständige Firmendaten hinterlegt sein.
Der Punkt, den Devikit gegenüber Faktur Pro nach vorne stellt: Weder FREE noch PRO begrenzen die Zahl der easybill-Belege, und die Anfragen laufen ohne Zwischendienst vom Shop an die easybill REST-API. Maßgeblich bleiben die Konditionen Ihres easybill-Kontos.
Devikit und Faktur Pro im direkten Vergleich
Bei der Automatisierung selbst liegen beide nah beieinander: Rechnungen bei Bestellstatus, Storno beziehungsweise Gutschrift, PDF per E-Mail, Massenaktionen, HPOS, Entwurf oder fertige Rechnung. Die Unterschiede liegen daneben.
- Kostenmodell – Devikit PRO ist eine Jahreslizenz zu 89,00 € netto ohne Belegkontingent. Faktur Pro rechnet nach Rechnungen pro Monat ab; ab etwa 350 Belegen monatlich landen Sie bei 288 € netto im Jahr.
- Weg der Daten – Devikit spricht die easybill REST-API direkt vom Server aus an, bei Faktur Pro läuft die Erstellung über den eigenen Dienst des Anbieters. Wer das prüfen muss, hat hier ein Kriterium.
- USt-IdNr. im Checkout – Devikit bringt das Feld selbst mit, optional oder als Pflicht, mit Formatprüfung und in beiden Checkout-Varianten. Faktur Pro setzt darauf, dass ein anderes Plugin die Nummer erfasst.
- Steuerfälle für die EU – OSS und Reverse Charge sind bei Devikit PRO ausdrücklich beschrieben. Für die easybill-Anbindung von Faktur Pro haben wir dazu keine dokumentierte Logik gefunden.
- Mehrere Shops und Cloud-Archiv – wer mehrere Shops in einem Tarif verwalten oder Rechnungen automatisch in Dropbox, Google Drive, OneDrive oder Box ablegen will, findet das nur bei Faktur Pro.
Egal welche der beiden Wege Sie nehmen: Die Steuerlogik entsteht am Ende in easybill, und die Aufgabe des Plugins ist die korrekte Übergabe der Bestelldaten – besonders bei B2B gegen B2C, USt-IdNr. und Steuersätzen. Bevor Sie die Automatisierung im Livebetrieb einschalten, sind ein paar Testbestellungen mit Entwurfsbelegen die günstigere Variante.
Was in der Praxis wählen
- Wenige Bestellungen, Belege von Hand – Devikit FREE. Sie hören auf abzutippen und zahlen für das Plugin nichts.
- Rechnungen sollen ohne Zutun entstehen, inklusive Gutschriften und E-Rechnung – Devikit PRO oder Faktur Pro. Rechnen Sie Ihr Belegvolumen gegen die Tarifstufen, dann ist die Entscheidung meist eindeutig.
- WooCommerce plus Marktplätze, Versand und Lieferschwellen – easybill Connect. Ein Prozess für alle Kanäle wiegt hier mehr als der Komfort in WordPress.
- B2B mit USt-IdNr. und EU-Verkäufen aus dem Shop heraus – Devikit PRO, weil Checkout-Feld, Reverse Charge und OSS aus einer Hand kommen.
- Mehrere Shops in einem Tarif oder Rechnungsarchiv in der Cloud – Faktur Pro, dort ist beides Teil des Pakets.
- Ein einzelner, einfacher Ablauf und kein Abo – der Marktplatz-Connector kann passen, solange Sie ohne Gutschriften und OSS auskommen.
Fazit
Bei easybill ist die Ausgangslage angenehmer als bei manchem anderen Rechnungsdienst: Eine offizielle Anbindung für WooCommerce gibt es, sie heißt easybill Connect und läuft ohne Plugin. Sie arbeitet aber im Importrhythmus, lässt WooCommerce als Bedienoberfläche außen vor und kennt bei WooCommerce keine automatischen Gutschriften. Genau dort setzen die Plugins an. Faktur Pro ist der etablierte Wettbewerber mit breitem Funktionsumfang, eigenem Dienst und Abrechnung nach Belegzahl. Devikit deckt einen vergleichbaren Funktionsumfang mit einer Jahreslizenz ohne Belegkontingent ab, spricht die easybill-API direkt an und bietet einen kostenlosen Einstieg, den Sie später zu PRO erweitern, ohne die Verbindung neu einzurichten.